hans wesker
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Befunde 

Malbuch mit Textminiaturen von Jan Christ
Befunde erscheint in einer limitierten und signierten Auflage von 20 Exemplaren.

• 60 Seiten, beidseitig farbig gedruckt, auf Canson Papier 130 g
• die Seiten sind von Hand auf Format gerissen und farblich ergänzt
• Format 21,5 x 15 cm
• handgebunden (japanische Bindung)
• mit 31 farbig integrierten Textminiaturen aus dem unveröffentlichten Manuskript Gehgenden von Jan Christ.

Zu Beginn waren es die Lehmwände um die afrikanische Oase Marrakech, die sie von der Wüste trennten. Verwitterte Male, die schon als Wandinschriften gelten konnten, wenn man geahnt hätte, dass von der afrikanischen Sonne gegerbte Wände einst Buchseiten würden. Von Wänden der Moscheen oder Koranschulen hätte sich das schon eher denken lassen. Wesker, der Buchmaler, wurde es, indem er Papiere mit arabischer Schrift mit den Farben der afrikanischen Mittagsglut sowie der Nachtfinsternis zu Bildern collagierte, die sich als ein Fährtenbuch begriffen: Tafelbilder, die sich einbinden lassen wollten. Was fehlte, war Text, der die Befunde zu deuten versprach. Er sollte keine Titel oder Unterschriften, sonder frei korespondierende und sich ebenfalls als zyklisch verstandene substanzielle Befunde von Begehungen liefern. Sie boten sich an im Manuskript Gehgenden des Freundes Jan Christ, der die afrikanische Reise begleitet hatte. Diese Text - Miniaturen sind nicht durch Absprache entstanden, sondern brillieren als eigene Wandinschriften, die als Aphorismen durchaus bestehen könnten, aber durch die Nachbarschaft zu Weskers Blättern erst aufgeschlossen werden, sodaß sie im Buch die andere Seite sind: zur Folge von Malereien – wenn ihre Zuordnung intuitiver Spürung entsprach – die poetische Quintessenz.
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