hans wesker
arbeiten
klangräume
Klangort Harzblicke
Dauerhaftes Klangobjekt, im Rahmen der Landesgartenschau Wernigerode/Harz 2006 errichtet
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Foto: H. Wesker
Hören verändert das Sehen, Sehen verändert das Hören.

Wir betreten einen transparenten Raum. Hans Wesker hat ihm die Form der Schnittfläche eines Bergkristalls gegeben. Es ist eine Form von vielschichtiger Bedeutung – unter anderem spielt sie auf die sichtbaren Berge und deren Schätze an.

Es ist ein Raum aus Glas, der zugleich trennt und verbindet, der uns schützt, aber auch schutzbedürftig ist. So kann er hinweisen auf die Zusammenhänge unserer Existenz mit der uns umgebenden Natur.Transparenz und Form setzen uns und unser eigenes Raumgefühl in Beziehung zum Außenraum, das heißt zum Naturraum und unserem Lebensraum.

Wir betreten einen Klangraum. Hans Wesker hat in seiner Klangkomposition Geräusche der Umgebung aufgenommen und mit anderen Klängen verbunden. Durch die Reflexion der Schallwellen an den Glasflächen füllt sich die Form des Bergkristalls mit Klängen. Wir stehen in vertrauten Geräuschen der Umgebung und doch getrennt in einem ganz eigenen Klangraum.

Raum und Klang verbinden sich mit dem Standort: Im Schnittpunkt der wichtigsten und großartigen Harzblicke sowie in Sichtbeziehung zu dem Wohngebiet “Harzblick” steht dieser Klangort.

Sehen und Hören, Außenraum und Innenraum werden zusammengeführt. Hans Wesker schafft einen Kulminationspunkt von Klängen und Blicken. Fremdes und Vertrautes, Altes und Neues, Äußeres und Inneres verbinden sich. Hören verändert das Sehen, Sehen verändert das Hören.

Anne Mueller v.d. Haegen